Seelsorgenetzwerk Rhein-Main

Seelsorge-Tag 2017

Der nächste Seelsorge-Tag mit dem Thema geistlicher Missbrauch wird am Samstag, dem 23.09.2017 im Rahmen des Bezirks-Miteinandertages in der EFG-Bad Homburg stattfinden.

Thema: Geistlicher Missbrauch 

Geistlicher Missbrauch ist eine Form von emotionalem oder seelischem Missbrauch in der Tarnjacke von frommen Sprüchen und religiösen Verhaltensweisen. Dabei wird meist das Wort Gottes auf eine Weise gebeugt und manipuliert, dass es Opfer ohnmächtig werden lässt. Eine gefährliche Form von Manipulation. Leider kommt geistlicher Missbrauch häufiger vor, als bisher angenommen. Und vor allem:  Er vergiftet den Glauben und führt zu falschen Gottesbildern. Geistlicher Missbrauch ist eine destruktive Machtstruktur, die besonders schwer zu enttarnen ist. Das religiöse,  „fromme“  , Kleid scheint es unmöglich zu machen, den geistlichen Missbrauch anzusprechen, will man doch nicht als „gottlos“  oder  „ungläubig“  dastehen. Dabei geht es unterschwellig darum, Macht und Kontrolle auszuüben. Die Bibel, gesunder Menschenverstand und psychologische Erklärungen geben Hilfen im Umgang damit.

Der Seminartag beschreibt das wesentliche des geistlichen Missbrauchs, die typischen Kontrollmittel die er einsetzt und wie man geistlich und seelsorglich damit umgeht. Theorieinputs, Selbstreflexion und Kleingruppen sind unterschiedliche Lernformen an diesem Tag, dieses Thema zu erarbeiten.

Günter Hallstein, Pastor im Bund Freier ev. Gemeinden,  Lehrender und Supervidierender Transaktionsanalytiker, leitet das gleichnamige Institut für Transaktionsanalyse und eine integrierte Praxis für Psychotherapie. Er hat langjährige Erfahrung mit diesem Thema. Mit seiner Frau Joan wohnt er in Breitscheid/Westerwald.

Weitere Informationen zu diesem Seminartag sind dem Flyer zu entnehmen, der in der ersten Jahreshälfte 2017 erscheint.


Themen, die uns bewegen

Wir bitten euch, dass ihr uns eure Fragen, Themenwünsche und Bedürfnisse per Mail schreibt, damit wir Seminare und Fortbildungen planen können, die euch gut tun und die Seelsorgearbeit innerhalb eurer Gemeinde und des Netzwerkes voran bringen.
Ein weiteres Anliegen des Leitungskreises des Seelsorge-Netzwerkes ist es, dass das Thema Seelsorge mehr in den Gemeinden zur Sprache gebracht wird und aus dem Schattendasein in den Focus genommen wird.
Gibt es doch bei jedem Menschen Zeiten oder Lebenssituationen, in denen man einen Gesprächspartner oder Wegbegleiter braucht, zum Zuhören, Ermutigen, Reden, Segnen, Beten und Nachdenken, um bei Problemen gute Lösungen zu finden. Wir wissen, dass Gott jeden Menschen liebt und ein brennendes Interesse daran hat, dass sein Leben gelingt und zur Entfaltung kommt.
Wir sind auch der Überzeugung, dass Evangelisation und Seelsorge zusammen hängen. Als Verantwortliche für das Seelsorgenetzwerk möchten wir uns den Gemeinden im Rhein -Main-Gebiet als Ansprechpartner zur Verfügung stellen: z.B. wenn Fragen zur Bildung von gemeindlichen Seelsorge-Arbeitskreisen bestehen oder zu Seelsorge-Ausbildungen.


Was ist das Seelsorgenetzwerk?

Vertrautes Gespräch

Das Netzwerk Seelsorge und Beratung wurde 2013 auf mehrfachen Wunsch beschlossen. Es soll vorerst im Bezirk Rhein–Main des Landesverbandes Hessen–Siegerland aufgebaut werden. Hier sollen sich alle Seelsorger/innen unserer EFG Gemeinden im Rhein–Main–Gebiet, die Interesse an übergemeindlicher Seelsorgearbeit haben, begegnen können. Hier auf der Landesverbandshomepage entsteht die Seite, auf der alle Seelsorger/innen aufgeführt werden, die bereit sind, Personen aus anderen Gemeinden zu beraten und als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen. Wir wollen so unseren Gemeindegliedern und Freunden die Möglichkeit geben, außerhalb der eigenen Gemeinde, im geschützten Rahmen, Seelsorge zu finden, denn meist ist es einfacher, sich Fremden gegenüber zu öffnen als gut Bekannten. Durch das Netzwerk können wir sowohl ein Angebot für spezifische Fragestellungen der Seelsorge und Beratung schaffen, als auch spezielle Kompetenzen Einzelner gemeinsam nutzen. Weiter wünschen wir uns, dass unter den Seelsorger/innen eine Art Supervisionsgruppe entsteht und die Weiter- und Fortbildung gestärkt wird. Hierzu kann unter anderem auch der Seelsorgetag dienen. Wünschenswert sind aber auch Seelsorge-Seminare zu  einzelnen Themen in einer unserer Bezirksgemeinden. Wenn ihr hier schon das eine oder andere Seminar für 2014 geplant habt und dies für den Bezirk öffnen könnt und wollt, dann schickt uns gerne eure Informationen. Geleitet wird das Seelsorgenetzwerk von einem Team, bestehend aus Dr. Rotraut Döll- Tadday (EFG Bad Homburg), Werner Horn (EFG Kelsterbach), Harald Kufner (Pastor, EFG Bad Homburg), Rainer Chrupala (Pastor, FFZ Dorfweil) und Stefan Hoffmann (Pastor, EFG Bensheim/Auerbach).

Und wie kann man ins Netzwerk kommen?

PuzzelstückeUns ist jede/r Seelsorger/in willkommen, die/der fest zu einer Bezirksgemeinde gehört, von der Leitung der Heimatgemeinde empfohlen wird und unser Seelsorgeverständnis mitträgt. Bevor wir einen neuen Seelsorger/in ins Netzwerk aufnehmen, führen wir vom Leitungskreis ein Gespräch mit der jeweiligen Person, damit wir uns gegenseitig kennenlernen und mögliche Fragen klären können. Uns ist es wichtig, das Netzwerk und auch den/die einzelnen Seelsorger/in und Gesprächspartner/in vor möglichem Missbrauch oder anderen Irritationen zu schützen.